Der Schrei

Der Schrei

 

Ich renne immer weiter und immer weiter. Immer schneller, einfach weg. Ich merke wie meine Kräfte immer stärker schwinden, und renne trotzdem weiter. Irgendwann bleibe ich stehen, ich will nicht aber ich kann nicht mehr weiter. Die Brücke auf der ich bin ist lang. Ich denke nur noch an meinen letzten Traum, mein Leben selbst zu beenden. Aber ich weiß mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Ich habe keine Kraft mehr mich zu bewegen. Ich sehe kaum noch etwas, nur noch verschwommene Farben. Ich erahne Menschen am Ende der Brücke, umgeben von einem Farbrausch aus blau, rot, gelb. Er hat mich fast eingeholt. Nur ihn sehe ich klar. Ich will schreien, aber ich kann nicht. Mein Gesicht ist verzerrt, meine Augen fast blind und trotz des lauten Schreis in meinem inneren, kommt nichts aus meinem Mund. Kein Laut verlässt meine Lippen, kein Mucks trifft meine Ohren. Er kommt immer näher, ist schon fast bei mir. Um ihn herum ein Kreisel aus Farben, nur ihn sehe ich scharf. So scharf, dass es in meinen fast blinden Augen so schmerzt! Er ist da. Streckt seine Hand aus. Ich will schreien, zurückweichen. Und halte mir trotzdem nur die Ohren zu. Alles verschwimmt, als er mich berührt, und das letzte was ich sehe ist sein lächeln. Mein einziger Traum zerplatzt wie eine Seifenblase, wegen ihm. Aber dafür, kann ich endlich schreien.

 

 

 

 

 grenzgaenge.files.wordpress.com/2010/08/skrik.jpg

28.9.12 20:49

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