Patrouille

Patrouille

 

Die Steine sind wie Feinde in dieser großen, neuen Stadt, die großen Häuser so verdammt ungewohnt, die langen Straßen, alles ist aus Stein. Ich gehe durch die zerstörte Stadt, überall diese Steine! Hinter den noch paar heilen Fenstern Menschen die früher mal Freunde warnen, und mich dann och verraten haben, so viele Menschen, und doch so alleine. Kaum ein Baum steht hier noch, nur kahle Äste, die im Wind wehen, als würden sie auch noch das letzte bisschen Leben rauswürgen. Ich gehe weiter, raus aus der zerstörten Stadt, auf einen Berg, auf dem die Sträucher, grau von Asche immer noch rascheln. Wie plötzlich ist der Tön wieder da, lauter als zu vor. Das Geschrei vom Tod, es geht wieder los.

 

 

 

 

 

 

 

(Die Steine feinden

Fenster grinst Verrat

Äste würgen

Berge Sträucher blättern raschlig

gellen

Tod

Original "Patrouille" von August Stramm)

28.9.12 20:56

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